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Ausflug nach Bremerhaven
Eine Reise um die Welt im Klimahaus
01.07.2015 biwag




Schon viel hatten wir von dem Klimahaus in Bermerhaven gehört. Da sollte man eine Weltreise im Zeitraffer machen können und dabei Wärme, Kälte, Hitze, die Eiseskälte am Südpol und die feuchtheiße Luft in den Regenwäldern erleben.
Nach einiger Zeit der Vorbereitung machten wir uns am Samstag, den 27. Juni auf den Weg. Erst mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, quer durch den Bahnhof laufen und weiter auf Gleis 13b mit dem Metronom bis nach Bremen. Auch dort wieder ein Bahnsteigwechsel, um in den RS2 der NordWetbahn umzusteigen. Der Lokführer begrüßte alle Gäste freundlich und wies nicht ohne ein wenig Ironie daraufhin, dass sein Zug ja bekanntlich an jeder Milchkanne halten würde. Bremerhaven Hauptbahnhof war dann tatsächlich schon die 9. Station seit wir Bremen verlassen hatten und die Bahn  brauchte fast so lange für diese Strecke, wie der Metronom von Hamburg bis Bremen.
In Bremerhaven hatten wir direkten Anschluss an einen Bus, der uns direkt vor dem Klimahaus absetzte.

Das Gebäude sieht aus wie ein großes Schlauchboot, das in Bewegung ist und erinnert ein weing an diestatisch wirkende Allianz-Arena der Fußballvereine FC Bayern München und TSV 1860 München im Münchner Statdtteil Fröttmaning. In einem gläsernen Tunnel überquert man ein Hafenbecken und gelangt in einen großen Eingangsbereich, der auf der linken Seite in das Mediterraneo und auf der rechten Seite in das Klimahaus führt. Im Mediterraneo ist ein südländischer Stadtkern nachgebaut worden. Dort kann man Einkaufen, herumflanieren oder in einem der vielen großen und kleinen Bistros oder Restaurants essen gehen.
Obwohl wir alle schon Hunger hatten, wollten wir trotzdem erst einmal in das Klimahaus. An der Kasse stand eine lange Warteschglange und wir mussten uns für eine ganze Zeit dort einreihen, obwohl wir schon Eintrittskarten vorher gekauft hatten. Dann fiel auch noch der Kassencomputer aus und die Angestellten an der Kasse kamen ganz schön in Stress.
Als wir dann endlich alle Hindernisse und Sperren überwunden hatten musste die Ausstellung aber doch noch eine Weile warten, denn wir stürmten zuerst in das Restaurant "Längengrad" und eroberten einen großen Tisch für uns alle. Currywurst mit Pommes war der Favorit unter den Expeditionsteilnehmern aber auch alle anderen fanden ihre Lieblingsspeise, so dass wir unsere Weltreise satt und ohne Magenknurren starten konnten.

Die Ausstellungen im Klimahaus beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen auf einer Reise im die Welt und mit dem Klimawandel und seinen Folgen.
Die Reise geht zurück auf eine Weltreise, die der Bremerhavener Axel Werner entlang des achten Längengrades gemacht hat.
Nach einer kurzen Einführung betreten wir den Bahnhof von Bremerhaven und folgen dem Schienenstrang zu Fuß. Ziel ist der Ort Isenthal in der Schweiz. Dort gibt es einen Bergbauernhof und viele Informationen zum Leben in den Bergen. Durch eine Gletscherspalte kommen wir in Nullkommanichts auf eine bunter Wiese und finden uns auf der italinischen Insel Sardinien wieder. Dort erfahren wir viel über die Flora und Fauna auf der MIttelmeerinsel und es ist schon ganz schön warm geworden. Auf unserem weiteren Weg durch dunkle Gänge und über viele Treppen kommen wir an einem Autowrack, das offensichtlich illegal entsorgt wurde und von Pflanzen schon fast bedeckt ist.
Ein dicker Vorhang aus Plastikstreifen versperrt uns den direkten Weg zu  unserem nächsten Ziel. Wir sind inzwischen in Afrika angekommen und befinden uns in der Republik Niger. Da ist es schon mehr als 30 Grad warm und wir kommen an ein Stück trockene Wüste mit einem Sternenhimmel darüber.
Weiter werden wir nach Kamerun geführt. Ein Gang durch den simulierten, dunklen Regenwald mit Luftfeuchtigkeit um die 80% und Temperaturen jenseits der 40 Grad, mit sehr weichem Boden, Geräuschen und Gerüchen bringt uns ins Schwitzen. Ein wenig Abkühlung gab es an der nachgestellt Flusslandschaft mit eine Menge an lebenden und für Kamerun typischen Fische. Einmal über die Hängebrücke balancieren und von Stein zu Stein über den Fluss zurück ans Ufer hüpfen, dann war Zeit für eine kleine Pause.

Da passte es gut, dass gleich hinter der nächsten Tür das "Café Südwärts" mit Bremerhavener Temperaturen auf uns wartete. Tee, Kaffee, Cola, Wasser und ein wenig Kuchen sollten uns fit machen, um den Rest der Reise zu überstehen.
Als nächste Staition erwartete uns die Eiseskälte in der Antarktis. Am Eingang zur Antarktis warnt ein Schild vor Temperaturen unter Null aber trotz der Pause im Café empfinden wir den Gang vorbei am echten Schnee und Eis als erfrischend und wilkommen.
Nun sind wir auf der anderen Seite unseres Globus angekommen und schin wird es wieder warm und feucht, denn wir reisen in das Südseeparadies Samoa mit viel Wasser, Grün, Korallen und Fische.
Auf kurzem Weg finden wir uns auf einer kleinen Insel in Alaska wieder, wo auch heute noch Menschen in der ursprünglich Form als Sammler und Jäger leben und andererseits von der Zivilisation und dem Klimawandel beeinflusst bzw. bedroht werden.
Durch ein stilisiertes Walgerippe werden wir wieder nach Deutschland geführt. Wir erreichen die Hallig Langeneß, die hier in Umrissen nachgebaut ist und für Kinder einen Spielplatz im Meer bietet.
Die Lorenbahn bringt uns, natürlich nur symbolisch, zurück auf das Festland und direkt nach Bremerhaven.

Das war eine rasante, interessante und lehrreiche Reise um die Welt. Wir sind über alle Ebenen des großen Hauses geführt worden und mussten dabei eine ganze Menge Treppen auf  und ab gehen, so dass die meisten Expeditionsteilnehmer ziemlich geschafft waren und auch nichts mehr essen und trinken wollten.
Also machten wir uns wieder auf den Weg mit Bus und Bahn zurück nach Nettelnburg.












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